Mittwoch, 10. Februar 2010

Darwin’s Nightmare.

Trotz oder gerade wegen seiner leisen Tönen und der wahllos zusammengewürfelten Szenen ist dieser Dokumentarfilm aus dem Jahr 2004 ausgesprochen erschüttert. Menschen, die Berge von vor Maden wimmelnde Fischabfälle zum Trocknen aufhängen; Straßenkinder, die sich um eine Handvoll Reis prügeln, die sich mit Sprit zuschnüffeln um schneller im Dreck einzuschlafen; Dörfer von 300-350 Einwohnern, in denen 10-15 pro Monat an AIDS sterben; Menschen, die faktisch von 'nichts' leben.

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Inmitten eines Traums.

Solange Du alles nur vom Standpunkt Deiner persönlichen Meinungen aus betrachtest, befindest Du Dich inmitten eines Traums.

- Kodo Sawaki

Dienstag, 9. Februar 2010

Der Yogi auf dem Surfbrett.

Irgendwie geht mir heute das Bild des breitgrinsend surfenden Yogis in einem 'Aloha'-T-Shirt nicht mehr aus dem Kopf.

Das Leben will geritten werden.

Sonst ändert sich nichts.

Warum ist dieses dämliche Internet im Tagesgebrauch so grottenlangsam? Bandbreite ist genug da. Gerade sind in knapp einer Stunde 6 CD-Images a 600MB über die Leitung gehuscht. Ein lokaler DNS-Server kümmert sich um das Caching der IP-Adressen, ein zusätzlicher Proxy läuft nicht, da ja kaum mal mehr als zwei interaktive Clients vorhanden sind und moderne Browser gut genug cachen.

Was auf jeden Fall neu ist: es scheint nun ein oberes Limit für eine einzelne Verbindung zu existieren. Auch wenn ein Server die Daten schneller liefern kann (z.B. ein CDN), wird er durch dieses Limit begrenzt. Also irgendwie kommt man sich da als Kunde verscheissert vor. Von wegen 'ändert sich nichts'. Vor ein paar Tagen gab es dieses Limit noch nicht und nun läuft jedes System-Update mit angezogener Handbremse (max. 150kB/s).

Montag, 8. Februar 2010

Dem Vergessen anheim.

Da ist die Stimme, die mir ständig zuflüstern versucht, ich müßte doch wenigstens das eine oder andere Projekt (abgesehen von dem einen mit J.) vollständig realisieren. Auf die mehrmalige Nachfrage 'Warum?' gab es bisher jedoch noch keine Antwort. Fame? Lächerlich. Für was denn? Geld? Job, Prestige? Mir mittlerweile auch egal. Irgendwann muß ich sicherlich wieder arbeiten, aber was kümmert mich das heute? Diese Zeit jetzt ist absolut geil. Noch nie konnte ich so tief in jede beliebige Thematik eintauchen OHNE jeglichem konkreten Ziel- und Sachzwang. Wenn sich eine Thematik für mich im Kopf erschöpft hat, ziehe ich zum nächsten Gebiet weiter. Im Gegensatz zu den vorherigen zehn Jahren Entwicklungstätigkeit bin ich von jeglichen Sachzwängen befreit. Ganz bewußt wildere ich durch völlig unterschiedliche Fachthemen ohne viel Bezug zueinander. Es ist fast zu schön, um wahr zu sein, wenn man sich mal daran gewöhnt hat.

Wenn das mal keine Falle war.

Der Mensch nascht vom Baum der Erkenntnis, um zu erkennen, wie blöd das war.

Wundern war gestern.

Heute wundere ich mich nicht mehr darüber, warum ich mich gleichzeitig wie ein Fels in der Brandung und wie ein Blatt im Wind fühlen kann.

Ist halt so. Who cares?

Der Punkt ist: diese Bandbreite ist nun mal vorhanden. Wenn ich mich selbst nicht als koherente Einheit, sondern als eine Art demokratisches Gruppenbewußtsein begreife, wurden eben schlecht miteinander harmonierende Teile zu (m)einem Ganzen verschraubt.

Eben. Ist halt so.